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Tambourcorps Grün-Weiß 1950 Bonn-Oberkassel e. V.

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© Tambourcorps Grün-Weiß 1950 Bonn-Oberkassel e. V.

Steubenparade 2008

Mit dem Tambourcorps am Big Apple

Von Mittwoch, 17.09.2008 bis Montag, 22.09.2008 reiste das Oberkasseler Tambourcorps Grün-Weiss nach New York, um an der „Steuben-Parade“ am Samstag, 20.09.2008 teilzunehmen. Am Mittwoch, 17.09.2008 trafen wir uns um 04.45 Uhr am TC-Haus zum Beladen des Reisebusses, der uns zum Düsseldorfer Flughafen brachte. Nach Zusammentreffen mit dem Reiseleiter des Reiseveranstalters „Orbis-Reisen“ wurde das Gepäck aufgegeben und eingecheckt. Pünktlich um 10.00 Uhr erhoben wir uns mit einer Lufthansa-Maschine in die Lüfte. Um 12.20 Uhr amerikanischer Zeit (6 Stunden Zeitverschiebung) landeten wir auf dem Flughafen Newark, New Jersey. Von hier ging es per Reisebus nach New York. Alleine diese ersten Eindrücke aus dem Reisebus waren für uns alle unbeschreiblich, wie der erhebliche Straßenverkehr, die Wolkenkratzer und besonders der Lärm, den diese Metropole ausstrahlt. Unser Hotel „Edison“ lag sehr zentral am Broadway/Times Square. Nach dem Beziehen der Zimmer wurde sofort ein Orientierungsrundgang begonnen, der von der Auffahrt auf das EmpireState-Building gekrönt wurde. So konnten wir von der Aussichtsplattform in der 86. Etage das Lichtermeer von New York bei Dunkelheit bewundern.  Am folgenden Tag wurde eine Stadtrundfahrt mit deutscher Reiseleitung, sowie eine 3stündige Schiffsfahrt rund um Manhattan durchgeführt, bei der man die Skyline von Manhattan und besonders die Freiheitsstatue vom Wasser aus bewundern konnte. Am Freitag, 19.09.2008 gratulierten wir zuerst unserem Stabführer Gerd Schneider, der an diesem Tag sein 60. Wiegenfest im Kreise der Aktiven feiern durfte. Im Anschluss hieran fuhren wir mit der U-Bahn zur Südspitze Manhattans und bekamen die Baustelle des neuen „Freedom-Towers“ zu sehen, wo bis zum 11.09.2001 die beiden Türme des World Trade Centers gestanden hatten. Die Gedanken hieran und besonders das Denkmal für die getöteten Feuerwehrleute waren teils sehr beklemmend. Weiter ging es Richtung Battery-Park, Wall Street usw… Der Paradetag, Samstag, 20.09.2008, begann sehr früh. Durch Vermittlung des Reiseunternehmens konnten wir an diesem Tag morgens um 07.00 Uhr bei CBS im Frühstücksfernsehen musizieren. Diese Gelegenheit ließen wir uns nicht entgehen. Diese bedeutete allerdings, dass wir um 05.00 Uhr aufstehen mussten, gegen 05.45 Uhr frühstücken und um 06.30 Uhr mit den Instrumenten in der U-Bahn zur CBS fahren mussten. Nicht nur an diesem Tag, sondern insgesamt an allen Tagen, waren die Reiseteilnehmer sehr diszipliniert und immer pünktlich, so dass wir unser Spielverpflichtung bei CBS auch in aller Herrgottsfrühe nachkommen konnten und dort die Wettervorhersage musikalisch umrahmten. Danach machten wir uns mit dem Reiseleiter auf den Weg zum deutschen Festgottesdienst in der St. Patrick´s Cathedral. Auf dem Weg zur Kirche gaben wir mit „Gruß an Kiel“ schon eine „musikalische Note“ ab, so dass vor der Kirche ein Blasorchester aus der Nähe von Bedburg/Erft darum bat mit uns zusammen zu musizieren. Diesem Wunsch kamen wir nach und intonierten „Gruß an Würzburg“ und ernteten großen Applaus. Da nun musikalisch genug „gegrüßt“ war, trug das Tambourcorps noch den amerikanischen Marsch „Unter dem Sternenbanner“ vor, der so etwas wie die zweite amerikanische Nationalhymne ist. Alleine an der Spielweise, die absolut korrekt und voll herüberkam, konnte man die Freude und den Stolz der Oberkasseler Spielleute erkennen hier musizieren zu dürfen. Nach dem letzten Ton ernteten wir donnernden Applaus. Manche Aktive sprachen sogar vor der Kirche mit den Ehrengästen für die anschließende Parade, so z.B. mit Ralph Moeller. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle Fahnen geweiht, so dass auch unsere Standarte von einem deutschen Bischof gesegnet worden ist. Von der Kirche marschierten wir ohne Spiel zum zugewiesenen Aufstellort für die Parade. Am Aufstellort angekommen, stellten wir fest, das hinter uns ein Schützenverein folgte, vom Äußeren her genau wie ein deutscher Schützenverein. Nach der Kontaktaufnahme stellte sich allerdings heraus, dass es sich um das „Brooklyn Schützen Corps“ handelte. Hieran und auch an vielen anderen Dingen ist erkennbar, das die deutschstämmigen Amerikaner deutsche Traditionen in vorbildlicher Weise pflegen.  Die dann beginnende Parade war unbeschreiblich. In breiter Formation über die 5th Avenue zu marschieren war für jeden Musiker des Tambourcorps ein unvergessliches Erlebnis. Wie von den Veranstaltern gewünscht, musizierten wir überwiegend traditionelle deutsche Marschmusik und bekamen hierfür viel Beifall vom am Straßenrand stehenden Publikum. An der Ehrentribüne mit den Verantwortlichen und den Ehrengästen, wurde der „Königgrätzer-Marsch“ sehr kraftvoll vorgetragen und im sauberen Gleichschritt vorbeidefiliert. Nach Erreichen des Auflösungsortes liefen wir am Straßenrand zurück und konnten so einen Teil der Parade selbst beobachten. Die geplante Party im Central-Park fiel für uns aus, da hier ein unbeschreiblicher Andrang und Enge herrschte, die keinen der Aktiven, die schon seit 05.00 Uhr auf den Beinen waren, begeisterte. 50 Meter lange Dreier-Schlagen vor der Getränkeausgabe waren normal. Ein Abstellen der Instrumente war nicht möglich, deswegen kehrten wir ins Hotel zurück und die meisten der Aktiven feierten in der Hotel-Bar, zusammen mit einer aus Hessen stammenden Show-Band, die ebenfalls Teilnehmer der Parade gewesen waren. Am Sonntag, 21.09.2008 wurden die Koffer gepackt, die letzten Souvenirs gekauft und mittags ging es wieder per Bustransfer zum Flughafen Newark und von dort um 17.40 Uhr amerikanischer Zeit mit der Lufthansa nach „good old Germany“. Auf dem Rückflug wurde noch der Geburtstag von Hans-Peter Freistedt gefeiert. Frankfurt am Main erreichten wir am 22.09.2008 gegen 07.00 Uhr deutscher Zeit und wurden mit dem Reisebus nach Oberkassel gebracht, dass wir gegen 10.30 Uhr glücklich und voller guter Eindrücke, aber sehr müde, erreichten. Allen Aktiven gebührt ein herzlicher Dank für den Einsatz während der Tage in New York und besonders für die hervorragende Disziplin, die sogar vom Reiseleiter lobend erwähnt wurde. Bei allen Oberkasseler Bürgern und Bürgerinnen, bei den Geschäftsleuten, bei den Oberkasseler Vereinen und allen die uns unterstützt haben, bedanke ich mich im Namen aller Spielleute des Tambourcorps Grün-Weiß 1950 BonnOberkassel e.V. für die Unterstützung die wir in der Vorbereitung dieses einmaligen Vorhabens in den verschiedensten Formen erhalten haben. Ich denke, dass wir Oberkassel in New York würdig vertreten haben. Das dies möglich wurde, ist auch Ihr Verdienst ! Dafür nochmals vielen Dank. Für alle, die etwas von unserer Reise nach New York sehen möchten, bitten wir um etwas Geduld. Wir werden im Frühjahr 2009 einen „Rückschau-Tag“ veranstalten, bei dem ein Film, sowie Bilder gezeigt werden. Das Jugend- und Ausbildungsheim des Tambourcorps ist dann für jeden Interessierten geöffnet. Der Termin wird über die Zeitung, sowie durch Aushang in unserem Schaukasten am Bürgerpark veröffentlicht.

Bericht von Stephan Käufer